projekt 52|23: alt & neu

Add comment 2009/06/13

projekt 52|22: licht

worte sind schatten, schatten werden worte. worte sind spiele, spiele werden worte. sind schatten worte, werden worte spiele. sind spiele worte, werden worte schatten. sind worte schatten, werden spiele worte. sind worte spiele, werden schatten worte?

(eugen gomringer)

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projekt 52|21: emotionen

sachliche romanze
als sie einander acht jahre kannten (und man darf sagen: sie kannten sich gut), kam ihre liebe plötzlich abhanden. wie anderen leuten ein stock oder hut.
sie waren traurig, betrugen sich heiter, versuchten küsse, als ob nichts sei und sahen sich an und wussten nicht weiter. da weinte sie schließlich und er stand dabei.
vom fenster aus konnte man schiffen winken. er sagte, es wäre schon viertel nach vier und zeit, irgendwo kaffee zu trinken. nebenan übte ein mann klavier.
sie gingen ins kleinste café am ort und rührten in ihren tassen. am abend saßen sie immer noch dort. sie saßen allein und sie sprachen kein wort und konnten es einfach nicht fassen.

(erich kästner)

Add comment 2009/06/12

mein erstes mal…

… war ganz schön aufregend. ich hab den cursor in die url-leiste gesetzt und www.mymuesli.com eingegeben. ein paar klicks später hatte ich meinen supermix aus müslibasis inkl. verfeinerung, mit vielen zutaten, wie früchten, nüssen & kernen sowie weiterer extras ausgesucht. auf anhieb gar nicht so einfach – mit den vielen möglichen kombinationen sich für einen mix zu entscheiden. der stylische shop allerdings, bei dem die liebe ja wirklich im detail steckt (man kann sogar seinem müslimix einen individuellen namen geben!) tat dann sein übriges. statt – wie in manch anderen shops – schnell zur kasse zu eilen, blieb ich erst mal an allen roten und gelben ecken und enden hängen. hier ein bisschen im mymuesli-blog gelesen, dort ein bisschen galileo-imagefilm geguckt. tjo, und jetzt freu ich mich über mein erstes mymuesli, jippie!
heid is mei ersts baggl vo mymuesli kemma. etz gfrei i mi auf mei ersts vo mindestns 566 billarden vaschiedene variationen vom müsli. buam, es seids fei guad! mochts weida so!

1 comment 2009/05/28

seid ihr auch noch alle grün hinter den ohren?

greenfashion als massentaugliche modeerscheinung

begriffe wie nachhaltigkeit, sozial verträglicher konsum oder auch fairtrade und greenfashion sind in aller munde, doch liegt dem nur ein trend zugrunde oder ist das bereits mehr? sind ökologisch produzierte naturfasern wirklich eine bessere alternative?
wir stellen an unsere kleidung ernome ansprüche: sie muss schön und trendy sein, wir wollen durch sie ausdrücken wer wir sind, sie soll schadstoffarm sein, aber bitte nicht zu teuer, aber auch ökologisch und ethisch korrekt.
bereits in den 90er jahren lag ökomode im trend, damals allerdings noch sehr farblos und langweilig, eben jene naturfarbenen leinenhosen, an die wir uns nicht gerne zurückerinnern. mittlerweile ist ökomode aus bio-baumwolle wieder stark auf dem vormarsch und sogar massentauglich geworden, denn nahezu alle großen handelsmarken wie H&M, C&A, ZARA & co. bieten einige ökologisch hergestellte kleidungsstücke in ihrem sortiment an – gelabelt mit der aufschrift „bio cotton“ (c&a) oder „organic cotton“ (h&m). auch viele kleine onlinestores (s. linksammlung) mit einer rasant wachsenden community dahinter werden immer populärer.
das momentane angebot hält sich zwar noch recht bescheiden, dennoch ist das bereits ein erster schritt. ist nun diese offerierte bio-baumwolle auch wirklich bio und wie viel bio ist wirklich dran an dieser faser? hier muss ganz klar unterschieden werden, ob die bio-baumwolle aus marketinggründen verkauft wird, also ob nur die marketing-maschinerie greift, weil momentan nachhaltigkeit und fair gehandelte bzw. bio produkte im trend liegen oder aber, ob es der händler aus innerer überzeugung anbietet.

status-quo des herkömmlichen baumwollanbaus und der herkömmlichen weiterverarbeitung

gebiete/regionen des baumwollanbaus sind die USA, west- und zentralafrika (uganda, tansania, senegal, ägypten, …), asien (indien, türkei, …) und lateinamerika. der baumwollanbau nimmt nur ca. 2 bis 3% der weltweiten landwirtschaftsfläche ein, darauf allerdings werden mindestens 10 bis 25% aller pestizide und insektizide ausgebracht, darunter einige der gefährlichsten nervengifte. ein baumwollfeld muss mehrere male im jahr gespritzt werden, die bauern riskieren für uns ihr leben, damit wir kleidungsstücke zum anziehen haben. ein riesengeschäft für die chemieindustrie, mit schwerwiegenden folgen jedoch für umwelt und mensch. weltweit sterben – nach schätzungen der WHO – pro jahr etwa 20.000 menschen an vergiftungen durch den herkömmlichen anbau von baumwolle und das aus folgenden gründen:

  • ausbringung der pestizide ohne schutzkleidung, schuhe und mundschutz
  • fehlgeburten oder missbildungen durch feldarbeit der frauen
  • vergiftungen von erwachsenen und kindern durch trinken von wasser aus pestizidbehältern (in ländern wie burkina faso liegt die analphabetenrate mit etwa 73% so hoch, dass warnhinweise auf den kanistern nicht gelesen werden können)
  • selbstmord tausender baumwollbauern aus angst ihrer schuldenfalle (teure kredite für gentechnisch verändertes saatgut, dünger etc.) nicht entkommen zu können (jeweils quelle: blog.hessnatur.com)

laut der sendung zdf.umwelt vom 29.03.09 beinhaltet ein einzelnes t-shirt 150 gr pestizide und benötigt 9.000 liter wasser für die herstellung. am beispiel des aralsees, von dem in seiner ursprünglichen fläche von 68.000 km² nurmehr etwa ein viertel übrig ist, sieht man die ungeahnten folgen des wasserverbrauchs u.a. durch die baumwollindustrie. sein wasserspiegel und somit seine fläche sinkt kontinuierlich, so dass man davon ausgehen kann, dass der aralsee in einigen jahren nicht mehr existieren wird.

der zweite kritikpunkt am momentanen ist-zustand liegt darin, dass die verarbeitung sowie die weitere lieferkette – vom feld bis in unseren kleiderschrank – herkömmlich von statten geht. es herrschen unfaire arbeitsbedingungen für die baumwollbauern, staaten schicken in einer art modernen sklaverei ihre kinder auf die felder (weil sich kinder im gegensatz zu erwachsenen zu den erst niedrig gewachsenen baumwollstauden nicht bücken müssen) und es wird viel chemie in form von färbemitteln sowie bleichmittel, weichmacher usw. für die ausrüstung und veredelung der faser verwendet. die meisten textilallergien werden durch letztgenannte verursacht. das alles ist die kehrseite der medaille.

umdenken als konsequenz der intensiven landwirtschaft

die positive nachricht ist, dass seit einigen jahren aufgrund der negativen auswirkungen dieser intensiven landwirtschaft die notwendigkeit hin zu unweltfreundlicheren produktionsmethoden immens unterstützt und viel aufklärungsarbeit geleistet wird – nicht zuletzt von verschiedenen NPOs und deren guerilla-aktionen.

ökologisch angebaute biobaumwolle, die derzeit nur etwa 0,1% der globalen baumwollproduktion ausmacht, wird laut der website future-on-wings aktuell in 17 ländern angebaut: Türkei (41%), USA (34%), Afrika (13%), Indien (8%) und Lateinamerika (4%, im wesentlichen Peru). es werden mittlerweile bereits viele zehntausend tonnen baumwolle aus ökologischem anbau geerntet und die bauern lernen schädlinge wieder mit ihren natürlichen feinden zu bekämpfen um keine pestizide und ähnliche schadstoffhaltige mittel einsetzen zu müssen. doch nicht nur ein grüner anbau ohne pestizide war die konsequenz, auch ein umdenken in der weiteren verarbeitungskette ist notwendig. so garantieren eine reihe von siegeln eine unbedenkliche verarbeitung ohne ausbeutung und eine ökologische rohstoffverarbeitung.
momentan fordern verschiedenste verbände ein verlässliches und eindeutiges siegel, das für eine einheitliche transparenz sorgen soll. hier wird man noch etwas abwarten müssen, aber mithilfe des GOTS-siegels (global organic textile standard), der zur zeit „härtesten währung“, lassen sich aktuell bereits viele infos erkennen, da es als einziges sowohl ökologische als auch soziale standards vereinigt. erwirbt man ein kleidungsstück, das dieses siegel trägt, kann man sicher davon ausgehen, dass der rohstoff aus ökologisch produzierten naturfasern hergestellt und unbedenklich nach den kriterien der internationalen arbeitsorganisation verarbeitet wurde. druckmotive werden als ökologischer druck ohne lösemittel oder mit naturfarbe beispielsweise im siebdruckverfahren auf die kleidung aufgebracht. optische aufheller und chlorhaltigen bleichmittel werden vermieden, statt dessen wird auf sauerstoffbasis gebleicht.

ein individueller ökologischer fußabdruck tut nicht weh

„… ich bin grad aufgewacht, hab’ meine augen aufgemacht. für einen ersten schritt ist es nie zu spät, ich habe angefangen, ich hab’ jetzt ökostrom. ich will mein leben, weil es sonst ein andrer lebt …“ (ökostrom – MIA.)

nun fragt man sich sicherlich, was kann man als einzelner dazu beitragen und wie man diese umstände unterstützen kann? nun, aufs essentielle heruntergebrochen darf „bio“ kein trend bleiben, sondern muss zur einstellung werden. wir müssen unser denken und handeln dahingehend ändern, dass wir bewusst nachdenken wofür wir uns entscheiden, informationen sammeln und auswerten und letztendlich beispielsweise folgende alternativen wählen:

  • umstieg auf bus/bahn
  • tausch von glühlampen durch energiesparlampen
  • kauf von fair gehandeltem kaffee und unterstützung der ansässigen kaffeebauern
  • kleidungskauf in secondhand-läden usw.

der begriff „greenfashion“ als solches wurde also zum schlagwort für sozial verträgliche mode. doch „grün“ steht in diesem zusammenhang auch für vertrauen und wachstum, ebenso wie für einen neubeginn und regeneration. wir sollten uns für unsere welt einsetzen, denn es ist unsere welt. „grün“ steht als farbe auch für hoffnung – und somit auch für die hoffnung auf ein umdenken und proaktives handeln der masse. moderne marken wie u.a. armedangels setzen sich mittlerweile mit versprechen wie „bio-baumwolle“ und „100% fairtrade“ ebenso wie mit ihren guerilla-aktionen, hinter denen eine engagierte community steht, ein. das kölner social fashion label „armedangels“ vertreibt coole mode mit sozialem und ethischem anspruch. (weitere shops siehe unten). bei grünemode, dem blog von kirsten brodde, gibt es hier kirstens „grüne liste“, in der man je nach lust und laune schmökern kann und über 100 Adressen in sachen grüne mode findet.

jeder kann durch sein bewusstes denken und handeln, durch seinen konsum und sein aktives mitgestalten so in der welt seinen ökologischen fußabdruck hinterlassen. die devise lautet also: wachbleiben und einsatz-zeigen, denn für einen ersten schritt ist es nie zu spät!

informationsportale:
biorama.at
(magazin für nachhaltigen lifestyle)
eco fashion junkies
(blog rund um das thema nachhaltigkeit, berlin)
grünemode
(blog von kirsten brodde)
karmakonsum
(LOHAS blog und portal)
lohas.de (portal rund um lohas)
korrekte-klamotten
(blog über nachhaltig produzierte kleidung)
utopia
(internetportal für strategischen konsum)

grüne shops, greenfashion-stores & co.:
armedangels.de
(social. fashion. [r]evolution.)
bgreen.de (store für green fashion)
glore (globally responsible fashion)
glore-living.de
(faires wohnen mit stil)
hessnatur
(mode aus naturtextilien, naturkleidung, ökotextilien und naturfasern)
milch fairtradeshirt
(milch fairtradeshirt)
memo
(shop für nachhaltig guten Bürobedarf)
roots of compassion
(aufkleber, aufnäher, bekleidung, buttons, DVDs, lebensmittel, literatur, veganismus)
true fashion (design und trenfashion – ökologisch produziert, fair gehandelt)
unitedelements
(fairtrade-shop im zeichen der elemente mit naturkosmetik und bekleidung)
whats wrong with the zoo
(unabhängiges webblog-magazin für zeitgenössische und progressive mode aus europa)
zuendstoff clothing
(global streatwear, fairtrade, organic)

quellen:
biothemen.de

future-on-wings.de
NABU – naturschutzbund deutschland e.V.

organicexchange.org (growing the global organic cotton market)
zdf.umwelt sendung 29.03.2009 „ökomode – die besser alternative“

Add comment 2009/05/24

projekt 52|20: musik

Add comment 2009/05/24

bbbb.

präsent ab sekunde eins geben bodi bill in der registratur sofort das tempo vor. das berliner elektro-trio schafft es irgendwo zwischen schwitziger clubkultur und synthesizern aus kühlem elektro facettenreichen sound zu formen.
die visuals liefern zum elektro-folk-wasauchimmer-sound die passende untermalung und schicke typo in weiß auf schwarz sorgen mit bodi bill-artwork für ein visuelles feuerwerk – ebenso wie die extravaganten schwarz-weiß-gemusterten motivanzüge der drei herren.
bodi bill bringen in konzentrierter arbeit zwischen kabeln, mikros, instrumenten und mischpult vibrierende elektrobeats, knarzenden bass und akkustische tiefsinnigkeit mit charismatischem gesang zusammen.
für mich definitiv meine entdeckung des jahres. bodi bill’s beautiful beats.

[eine tolle bilderstrecke zum konzert gibt es hier]

Add comment 2009/05/19

projekt 52|19: freiheit

„[...] Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.“ (Joseph von Eichendorff, Mondnacht)

Add comment 2009/05/18

projekt 52|18: schmutzig

der stuhl ist schmutzig, der schirm ist es auch.

1 comment 2009/05/11

projekt 52|16: leidenschaft

grün. und ansonsten? jaja, da ist auch alles im grünen bereich.

p52_leidenschaft_DSC_0050_polaroid_450px

Add comment 2009/04/29

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